Dinkelbrot von oben angeschnitten auf Brett mit Geschirrtuch
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Einfaches Dinkelbrot | Vollkornbrot backen leicht gemacht

Ob als Frühstück, Snack oder Abendbrot – selbst gebackenes Brot geht eigentlich immer. Immer wieder hört man allerdings, dass man Brot vermeiden und stattdessen durch kalorienärmere Varianten ersetzten sollte. Stimmt das eigentlich? Und wie backt man überhaupt gesundes Brot? Ich räume heute mit den gängigsten Mythen rund um das leckere Gebäck auf und zeige euch mein Lieblingsrezept für saftiges und herrlich duftendes Dinkelbrot.

Ist Brot gesund?

Immer wieder findet man auf Instagram oder in Zeitschriften Rezepte, die eine „gesunde Alternative“ zu Brot darstellen sollen. Egal ob Sandwiches mit Salatblättern statt Brot, brotlose Burger oder Quinoa, Buchweizen und Co. als Alternative zu Getreide – die Liste an Alternativen ist mittlerweile lang. So entsteht der Eindruck, dass Brot ungesund sei und vermieden werden sollte. Aber stimmt das überhaupt?

Die Antwort ist: Es kommt darauf an. Zuerst einmal bin ich generell kein Fan davon, bestimmte Lebensmittel komplett zu verbannen, weil man denkt sie seien „ungesund“. Ob etwas gesund ist, ist nicht nur von den Nährstoffen, die das Produkt liefert abhängig, sondern gleichermaßen von der Regelmäßigkeit des Konsums, von der sonstigen Ernährung sowie von psychologischen Faktoren (Verbot vs. bewusst genießen). Natürlich liefern Brotsorten aus hellem Weizenmehl (bspw. Baguette, einige Brötchen, etc.) weniger Nährstoffe als z.B. ein Vollkorn- bzw. Dinkelbrot. Das bedeutet jedoch nicht, dass man sie nicht essen darf oder immer ersetzen muss. Ich würde allerdings empfehlen, so oft es geht auf Vollkornvarianten zurückzugreifen. Hier sind mehr Randschichten der Körner enthalten, die Ballaststoffe enthalten und somit gut für die Verdauung sind und uns lange satt halten.

Dunkelrot belegt mit veganem Frischkäse und Kresse

Hat Vollkornbrot zu viele Kalorien?

Auch Vollkornbrot wird zum Teil als eher schlecht angepriesen, weil es „zu viele“ Kohlenhydrate bzw. Kalorien generell enthält. Diese Sichtweise finde ich extrem problematisch. Es gibt keine „guten“ und „schlechten“ Lebensmittel, es ist nicht alles „gut“, was wenig Kalorien hat und „schlecht“, was viele Kalorien hat (abgesehen davon ist Vollkornbrot gar nicht so kalorienreich). Unser Körper braucht Energie und gerade Vollkornprodukte sind eine perfekte Quelle dafür. Sie liefern:

  • komplexe Kohlenhydrate (die unter anderem wichtig für unser Gehirn sind) mit Ballaststoffen, die uns lange sättigen und gut für die Verdauung sind
  • pflanzliche Proteine mit unterschiedlichen Aminosäuren (besonders dann, wenn neben dem Mehl noch Samen und Kerne enthalten sind)
  • je nach Brotsorte Omega-3-Fettsäuren (z.B. in Lein- oder Chiasamen)
  • viele Mikronährstoffe (Vitamine und Mineralstoffe).

Dinkelbrot oder Vollkornbrot – was ist besser?

Dinkel hat in den letzten Jahren einen kleinen Bekanntheits-Aufschwung erhalten. In vielen gesunden Rezepten ist Dinkel DIE Getreideart der Wahl – zurecht?

Dinkel gehört zur Gattung der Weizenarten, gilt jedoch als nährstoffreicher. Somit ist er eine gute Alternative zu Weizen und ich verwende Dinkelmehl sehr gerne in meinen Rezepten. Dinkel ist jedoch nicht gleich Vollkorn, somit ist helles Dinkelmehl nicht automatisch die nährstoffreichste Wahl. Wie bei Weizenmehl gibt es auch bei Dinkel unterschiedliche Abstufungen – je mehr Randschichten der Körner im Mehl enthalten sind, desto nährstoffreicher sind sie. Dementsprechend ist Vollkornmehl sowohl bei Weizen, als auch bei Dinkel die gesündeste bzw. nährstoffreichste Wahl. Dinkelvollkornmehl vereint somit die Vorteile des vollen Korns, als auch die des Dinkels an sich.

Dinkelbrot mit veganem Frischkäse und Kresse

Dinkelbrot backen – einfaches Rezept

Dieses Rezept für Dinkelbrot ist super einfach, saftig und lecker. Ich finde es schmeckt besonders gut, wenn es noch ein bisschen warm ist. Meine Top 3 Lieblingsaufstriche für dieses Dinkelbrot sind:

  • vegane Margarine mit etwas Salz
  • veganer Kräuterfrischkäse mit Kresse oder Schnittlauch
  • vegane Kräuterbutter

Viel Spaß beim Ausprobieren! Schickt mir wie immer gerne eure Kreationen auf Instagram! 🙂

Dunkelrot belegt mit veganem Frischkäse und Kresse

Einfaches Dinkelbrot

Vorbereitung 5 Min.
Gehzeit und Backzeit 1 Std. 10 Min.
Arbeit 1 Std. 15 Min.

Zutaten
  

  • 600 g Dinkelvollkornmehl
  • 1,5 Päckchen Trockenhefe
  • 60-100 g Kerne (z.B. Kürbis- oder Sonnenblumenkerne)
  • 50 g Leinsamen
  • 10 g Salz
  • 500 ml lauwarmes Wasser
  • 2 EL Apfelessig
  • 1 Schuss Agavendicksaft / Ahornsirup (alternativ eine Prise Zucker)
  • etwas Margarine zum Einfetten der Form

Anleitungen
 

  • Alle Zutaten mischen und mit einem Löffel oder Knethaken mischen. (Der Teig wird relativ feucht – nicht wundern. :))
  • Mit einem sauberen Geschirrtuch abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen.
  • Nach ca. 30 Minuten den Ofen auf 160-170 Grad vorheizen. Die Form einfetten, den Teig hineingeben und nochmal 15-20 Minuten abgedeckt gehen lassen.
  • Das Dinkelbrot ca. eine halbe Stunde backen. Am besten zwischendurch Stäbchenprobe machen, um zu sehen, wann das Brot durch ist.
  • Etwas abkühlen lassen und dann noch lauwarm essen. Guten Appetit! 🙂
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