Stevia, Aspartam und Co: Was sind Zuckerersatzstoffe- und sind sie wirklich so schädlich?

Viele von euch kennen das bestimmt: Wenn man versucht sich gesund zu ernähren und/oder allgemein auf Zucker verzichten möchte, kommt man fast nicht um Zuckerersatzstoffe drum herum. Oft wird zum Süßen nicht einfach Honig oder Agavendicksaft verwendet, sondern es kommen zum Teil synthetische Süßstoffe zum Einsatz. Aber sind wirklich alle Zuckerersatzstoffe so schlimm? Oder kann bei einigen vielleicht sogar eine gesundheitsfördernde Wirkung beobachtet werden? Ich hoffe dieser Post kann etwas Licht ins Dunkle bringen, sodass ihr demnächst beim Blick auf Zitatenlisten vielleicht schon etwas besser Bescheid wisst. 🙂

Grundsätzlich lassen sich die Süßungsmittel, d.h. alles, was dem Essen einen süßen Geschmack gibt, in Zucker und Zuckerersatzstoffe einteilen. Zucker ist natürlich auch nicht gleich Zucker, aber darum soll es heute nicht gehen, sondern darum, welche Stoffe verwendet werden, um ihn zu ersetzen.Bildschirmfoto 2017-05-28 um 09.28.17Zum einen gibt es hier die sogenannten Süßstoffe. Sie haben eine deutlich höhere Süßkraft, was bedeutet, dass sie, um eine zuckerähnliche Süße zu erzielen, in einer wesentlich niedrigeren Dosis eingesetzt werden müssen. Im Gegensatz zum Zucker sind sie nicht kariogen, was bedeutet, dass sie kein Karies verursachen. Außerdem haben sie keinen oder nur einen geringen Brennwert (= Kalorien) und, nach heutigem Forschungsstand, meist auch keine Auswirkungen auf den Insulinspiegel.
Die bekanntesten Süßstoffe sind wohl Stevia (natürlicher Süßstoff, wird aus der Stevia Pflanze gewonnen), sowie Aspartam (synthetischer Süßstoff, wird häufig in Erfrischungsgetränken eingesetzt). Die Auswirkungen auf die Gesundheit sind noch nicht eindeutig geklärt, besonders Aspartam steht aber regelmäßig in der Kritik und sollte nur in Maßen verzehrt werden.

Zum anderen kommen immer häufiger Zuckeraustauschstoffe (meist sogenannte Zuckeralkohole) zum Einsatz. Sie haben eine ähnliche Süßkraft wie Zucker und werden somit auch mit einer ähnlichen Dosierung verwendet. In der Regel sind auch sie nicht kariogen und werden daher häufig in Zahnpasta oder zuckerfreien Kaugummis verwendet. Zuckeraustauschstoffe haben einen niedrigeren Brennwert als Zucker, jedoch aber einen höheren als Süßstoffe und ebenfalls keinen nennenswerten Einfluss auf den Blutzucker und somit auf eine Insulinausschüttung. Beispiele für Zuckeralkohole sind Sorbit, Xylit und Erythrit (bekannt aus Xucker und Xucker light), künstlich hinzugefügte Fructose etc. Sie werden aus Obst und Gemüse gewonnen und sind nach heutigem Forschungsstand gesundheitlich unbedenklich, es sollte nur beachtet werden, dass sie bei übermäßigem Verzehr abführend wirken können.

Bildschirmfoto 2017-05-13 um 15.00.50

Grundsätzlich gilt bei Zuckerersatzstoffen meiner Meinung nach wie bei vielen anderen Dingen auch „die Dosis macht das Gift“. Wenn ihr ab und zu mal etwas esst oder trinkt was Aspartam enthält, werdet ihr wohl kaum gleich Krebs davon bekommen. Immer schön die Balance halten, und nicht vergessen, dass ab und zu ein bisschen Zucker auch nicht schadet. 🙂

Solltet ihr noch weitere Fragen haben, stellt sie mir gerne in den Kommentaren! 🙂

Wichtig: Bitte beachtet, dass dieser Post auf meiner eigenen Meinung bzw. auf dem beruht, was ich in meinem Studium gelernt habe. Ich übernehme keine Garantie für Fehlerfreiheit. 🙂 Wenn jemand bezüglich der gesundheitlichen Wirkung neue (hochwertige) Studien kennt bzw. neue Erkenntnisse hat, immer her damit. 🙂

 

9 Kommentare zu „Stevia, Aspartam und Co: Was sind Zuckerersatzstoffe- und sind sie wirklich so schädlich?

  1. Ein sehr schöner Post! Solche Dinge interessieren mich sehr 🙂
    Allerdings benutze ich zum süßen eigentlich immer Agavendicksaft oder zum Backen braunen Rohrzucker 🙂 Xucker ist mir einfach zu teuer und es geht mir auch nicht im speziellen um die Kalorien sondern darum auf raffinierten Zucker zu verzichten 🙂

    Liebe Grüße
    Pauline ❤

    http://www.mind-wanderer.com

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    1. Vielen Dank Pauline! 🙂 Agavendicksaft benutze ich auch oft, ich wollte in dem Post nur mal auf Stoffe eingehen, die zB oft in Light-Getränken, Kaugummis etc. eingesetzt werden und unter denen sich viele einfach nichts vorstellen können. 🙂 Und du hast Recht, Xucker ist teuer und muss definitiv nicht sein. 🙂 Wenn man nicht so auf die Kalorien achtet würde ich auch jedem zu Honig, Agavendicksaft, Ahornsirup etc. raten. 🙂 Danke für deinen Kommentar:)

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  2. Hej Lena.
    Ich habe mich auch schon viel mit dem Thema Zucker beschäftigt und viel rum probiert.
    Am Ende bleibe ich bei möglichst unverarbeitetem Rohrzucker oder Honig.

    Die Ersatzstoffe schmecken einfach nicht und Zucker ist ja auch ein wichtiges Lebensmittel. Ganz ohne Zucker geht halt nicht.

    Wenn Ersatz dann der aus der Birke.
    Stevia geht ja mal gar nicht, so grausam, wie das schmeckt.

    Ich versuche mich vegan zu ernähren, doch ganz auf Honig verzichten geht bei mir nicht…

    So finde ich deinen Post richtig gut. Man muss sich da echt gut Gedanken zu dem Thema machen.

    LG Andreas

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    1. Hallo Andreas,
      da gehts mir ähnlich, ich benutze auch gerne mal Honig! Stevia mag ich allerdings auch, bin aber auch nicht jemand der alles extrem süß mag und benötige somit nicht so viel davon, wodurch der Eigengeschmack dann nicht wirklich durch kommt. 🙂

      Vielen Dank! 🙂 LG

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  3. toller Beitrag – sehe ich genau so. Ein wenig schadet keinem – wenn man nicht nur noch davon isst, und den Geschmackssinn dadurch verliert, stirbt keiner dran! Weil wenn man es täglich ist, verliert man den Sinn für den natürlichen GEschmack der Lebensmittel 🙂
    LG Julia

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